Am Freitagabend berichtete der Fernsehsender CNN, dass es Hinweise darauf gebe, dass Nordkorea am 9. Oktober doch einen Atomtest durchgeführt hat. Die US Regierung hat bei einem ersten Lufttest tatsächlich radioaktiven Abfall feststellen können. Laut dem nationalen Geheimdienstdirektor John Negroponte stehe der radioatkive Abfall mit einem norkoreanischen Atomtest in Verbindung.
Die Proben selbst wurden laut Negropontes am Mittwoch genommen, dies deute auf einen Atomtest Nordkoreas vergangenen Montag hin. Die Experten glauben an einen Atomtest, der gescheitert war. Es handle sich demnach nicht um einen vorgetäuschten nuklearen Test. Dies konnte bei einer Analyse festgestellt werden, bei der ein bestimmtes Gas gefunden wurde. Sprecher der Behörde gaben allerdings an, dass es sich um vorläufige Tests handle. Die Informationen seien eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt gewesen. Grund für die Zweifel an dem Atomtest sind geologische Messungen: Es wurde zwar eine Detonation registiert,
das Ergebnis der Messungen ergab aber, dass die Stärke der Detonation viel zu gering für eine nukleare Explosion gewesen sein muss. Der US-Geheimdienst glaubt nun, dass es sich um einen fehlerhaften Sprengkopf gehandelt haben muss. Die Sprengkraft wäre für eine nukleare Explosion viel zu gering gewesen, Nordkorea habe vor dem Test der chinesischen Regierung eine vier Mal größere Sprengkraft vorhergesagt. Wahrscheinlich konnte bei dem Atomtest nicht das gesamte Plutonium seine volle Sprengkraft entfalten. Leider fehlt bis jetzt eine unabhängige Besätigung der Explosion - Nordkorea selbst gab ja eine unterirdische Detonation an.