Was genau ist eigentlich Realität? Können wir all das glauben, was uns die Medien erzählen? Diese Fragen werden in diesem Artikel unter anderem behandelt.
Der Anlass, warum ich diesen Beitrag schreibe, war der Film "Wag the dog" (dt. "Wenn der Schwanz mit dem Hund wackelt", nicht wie auf der Hülle der VHS angegeben "Wenn der Hund mit dem Schwanz wackelt"), den ich vor kurzem sehen durfte. Der Film handelt von einem amerikanischen Präsidenten, der ein Sexerlebnis mit einer Schülerin hatte - nicht einmal zwei Wochen vor den Wahlen. Das Mädchen meldete diesen Vorfall natürlich den Medien, für die diese Meldung natürlich ein gefundenes Fressen war. Hier kommt dann des Präsidenten "Mr. Fix it" ins Spiel. Dieser Mann badet sozusagen die Fehler des Präsidenten aus. Mit einem inszenierten Krieg wird vom ursprünglichen Vorfall abgelenkt. Man muss natürlich wissen, dass besagter Krieg nur in den Fernsehstudios stattgefunden hat. Das Filmmaterial wird durch die nichts ahnenden Medien an die nichts ahnende Öffentlichkeit gebracht, jedermann schluckt diese Lüge. Die Dinge nehmen also ihren Lauf, es kommt schlussendlich zur Wiederwahl des Präsidenten. Man möchte jetzt natürlich annehmen, dass dieser Film nach dem Ereignis von Bill Clinton und Monica Lewinsky gedreht wurde. Dem ist aber nicht so, der Film war früher. Wenn man besagten Vorfall näher betrachtet, kann man feststellen, dass Bill Clinton nur ein wenig später einen echten Krieg begann. Man sieht, durch Ablenkung kann man sehr viel erreichen.
Aber ist das, was wir gegenwärtig in den Medien sehen, hören oder lesen, wirklich die Realität? Ich denke nicht. Ich glaube, dass viel mehr Desinformation betrieben wird, als wir uns überhaupt vorstellen können. Dazu ein kleines Gedankenexperiment: Der verheiratete Präsident A hat Sex mit der minderjährigen Praktikantin B. Man will den bösen Präsidenten A allerdings schützen, weil er sonst ja ganz in Ordnung ist. Also erzählt man der Öffentlichkeit nur das, was sie auch hören will (Es soll ja Menschen, gerade in bestimmten Nationen, geben, die am Sexualleben ihres Präsidenten sehr interessiert sind). Man verschweigt also markante Details, zum Beispiel, dass der Präsident verheiratet ist und seine Sexualpartnerin minderjährig ist. Und schon hat man eine komplett saubere Sache, denn was ist schon dabei, wenn sich ein Mann mit einer Frau der körperlichen Liebe hingibt? Diese kleine Geschichte soll lediglich darstellen, wie sehr man einen (eigentlich sehr schlimmen) Vorfall so hinbiegen kann, dass der Täter wieder - mehr oder weniger - gut dasteht. Und genauso, wie in diesem Beispiel, passiert es auch in den realen Medien. Es werden uns nach Lust und Laune veränderte Tatsachen aufgetischt, Hauptsache die Öffentlichkeit ist zur genüge schockiert, betroffen oder irgendein hohes Tier ist geschützt worden, weil es irgendwas Dummes getan hat. Oder geht es einfach nur um Einschaltquoten, man wird der Wahrheit wohl nicht so richtig auf den Grund gehen können. Aber eines ist sicher: Mit Realität hat das schon sehr wenig zu tun. Genauso wenig wird man die Frage "Was ist Realität?" allgemein beantworten können. Jeder Mensch sollte selbst herausfinden, was er glauben kann und was nicht, beziehungsweise was real ist und was nicht. Und etwas sollte man auch noch mit auf seinen Lebensweg nehmen: Nicht unbedingt alles glauben, was einem gesagt wird, egal wie vertrauenswürdig die Quelle erscheinen mag.